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Eine kurze Geschichte der KI, von Science-Fiction bis ChatGPT

Von Frankenstein und dem ersten Roboter über Turing und Dartmouth bis zum Transformer-Artikel. Die wichtigsten Schritte im Überblick.

Kurz gesagt: Die Idee denkender Maschinen ist älter als der Computer. Schriftsteller haben schon im 19. Jahrhundert davon geträumt. Als Fachgebiet begann die KI in den 1950er-Jahren, und die Werkzeuge, die Sie heute kennen, beruhen auf einem Durchbruch von 2017.

Zuerst kamen die Geschichten

  • 1818, Frankenstein. Mary Shelley veröffentlicht ihren Roman über einen Wissenschaftler, der Leben erschafft. Das Buch gilt oft als eine der ersten Science-Fiction-Geschichten, und sein Thema (der Schöpfer verliert die Kontrolle über sein Geschöpf) taucht in fast jeder KI-Geschichte wieder auf.
  • *1920, R.U.R..* Im Theaterstück des tschechischen Schriftstellers Karel Čapek kommt zum ersten Mal das Wort Roboter vor. Es stammt vom tschechischen robota, Zwangsarbeit. Čapek schrieb später selbst, dass sein Bruder Josef das Wort erfunden hatte.
  • 1942, die drei Robotergesetze. Isaac Asimov formuliert seine drei Gesetze der Robotik in der Erzählung Runaround.
  • 1968, 2001: Odyssee im Weltraum. Arthur C. Clarke und Stanley Kubrick machen HAL 9000 berühmt: einen Bordcomputer, der sich gegen die Besatzung wendet.

Dann das Fachgebiet

  • 1950. Alan Turing veröffentlicht Computing Machinery and Intelligence. Er stellt die Frage „Können Maschinen denken?“ und schlägt einen praktischen Test vor: das Imitationsspiel, später Turing-Test genannt. Ein Fragesteller unterhält sich per Text mit einem Menschen und einer Maschine und muss erraten, wer wer ist.
  • 1955–1956. John McCarthy, Marvin Minsky, Nathaniel Rochester und Claude Shannon schreiben einen Antrag für ein Sommerforschungsprojekt am Dartmouth College. Darin steht zum ersten Mal der Begriff artificial intelligence. Das Treffen 1956 gilt als Geburtsstunde der KI als Fachgebiet.
  • 1950er- bis 1970er-Jahre. Forscher bauen Programme, die mathematische Sätze beweisen, Dame spielen und sich selbst verbessern, und das Perzeptron, ein Rechenmodell nach dem Vorbild von Gehirnzellen. Es wurde zur Grundlage neuronaler Netze.
  • Mitte der 1980er-Jahre: der KI-Winter. Die Versprechen erwiesen sich als größer als die Ergebnisse. Das Interesse ließ nach, das Geld versiegte. Diese Zeit nennt man den „KI-Winter“.
  • 1990er-Jahre und danach. Mit mehr Rechenleistung, dem Internet und vielen Daten setzen sich statistische Methoden und maschinelles Lernen durch.

Der Durchbruch hinter ChatGPT

2017 erscheint der Fachartikel Attention Is All You Need von Vaswani und Kollegen. Er beschreibt den Transformer, eine Netzarchitektur, die heute fast alle großen Sprachmodelle nutzen. Am 30. November 2022 bringt OpenAI ChatGPT heraus, und damit erreicht diese Technik die breite Öffentlichkeit.

Was lernen wir daraus?

Die KI hat schon früher große Erwartungen erlebt, die sich nicht erfüllt haben. Das ist kein Grund, sie heute als Hype abzutun. Es ist aber ein Grund, darauf zu schauen, was ein Werkzeug in Ihrem Unternehmen wirklich leistet, statt darauf, was darüber versprochen wird.

Quellen

Abgerufen am 21. Oktober 2026.

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